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La petite france est belle! Straßburg für einen Tag

1. Mai 2018
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Es fühlte sich an wie Urlaub. Zwar nur für einen Tag, aber spontan war ich im Urlaub angekommen. Die Familie neben mir stritt sich auf Französisch, das Paar am Kanal der Ill küsste sich leidenschaftlich verliebt, es duftet nach Crêpe und der Kellner brachte uns Wein und Schnecken in Kräuterknoblauchsoße. Ich war im siebten Himmel! Ach, du schönes Straßburg – Danke, dass es dich gibt.

Nur etwa zwei Stunden dauert die Fahrt von Stuttgart über den Schwarzwald bis nach Straßburg und in das schöne Altstadtviertel LA PETITE FRANCE. An einem ersten warmen Frühlingstag setzte ich mich gemeinsam mit einer Freundin einfach ins Cabrio und wir brausten los. Nicht über die Autobahn – den kürzeren Weg ins Elsass – sondern quer durch den BLACK FOREST. Ich liebe diese Strecke, vorbei an alten Fachwerkhäuser, auf engen und kaum befahrenen Straßen, umgeben von der Ruhe und Kühle des Waldes. Die unterschiedlichen Grüntöne der Bäume begeistern und faszinieren mich immer wieder. Ursprünglich bestand der Schwarzwald vor allem aus Buchen und Tannen. Heute haben auch Fichte und Kiefer und vor allem die wertvolle Schwarzwälder Höhenkiefer ihren Platz in dieser Region gefunden. Solltet Ihr einmal DIESE ROUTE fahren nehmt euch Zeit sie zu genießen. Die B28 führte uns durch superschöne und idyllische Städtchen wie Nagold, Freudenstadt, vorbei an Oppenau und Lautenbach, durch Kehl und über den Rhein nach Straßburg. Die Sonne von oben und den Wind in den Haaren freuten wir uns des Lebens!

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La petite france – immer einen Besuch wert!

Angekommen parkten wir im Parkhaus PARKING CENTRE-HISTORIQUE-PETITE-FRANCE, direkt neben dem Kunstmuseum MAMCS. Das Parkhaus kann ich nur empfehlen. Natürlich ist Straßburg auf Touristen ausgelegt und das Parken ist eher teuer. Wir waren positiv überrascht, als wir für etwa fünf Stunden Aufenthalt gerade einmal 4,50€ bezahlen mussten.

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Straßburger Streetart am Kunstmuseum

Über eine Brücke gelangten wir direkt nach PETITE FRANCE und waren nach nur wenigen Metern gleich mittendrin im geselligen Treiben der Stadt. Ziel unseres gemeinsamen Tagesausflugs war weder der Besuch von Museen, noch wollten wir die 332 Stufen von Straßburgs Wahrzeichens, dem LIEBFRAUENMÜNSTER erklimmen, noch mit allen anderen Touristen eine dieser schrecklich ünerfülltem Bootstouren auf der Ill machen. Ziel war es einfach zu entspannen, einen Tag lang aus dem Alltag rauszukommen, ein bisschen zu schlendern, Stadt und Leute gucken, bummeln, gut zu essen und einfach das Altstadtflair zu genießen. Für dieses Ziel ist Straßburg perfekt! Wer es allerdings ruhig mag, ist hier bei schönem Wetter fehl am Platz. Rund 9 Millionen Touristen reisen jährlich ins Elsass. Klar, dass es da einmal wuselig zugehen kann.

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Idylle pur!

Wenn man die ganzen Touristen abzieht, leben etwa 277.300 Einwohner in Europas Hauptstadt, die 1988 den Titel UNESCO-Weltkulturerbe bekam. Die Nationalitäten hier sind gemischt. Nicht nur durch die Touristenströme, sondern auch unter den Einheimischen. Beim Schlendern durch die Gassen hörten wir Deutsch, Französisch, Schweizerdeutsch, Italienisch, Spanisch und Sprachen, die wir nicht zuordnen konnten. Die kulturelle Vielfalt lässt sofort Urlaubsstimmung aufkommen. Ich liebe es, wenn sich verschiedene Kulturen treffen, austauschen und die Stadt dadurch beleben.

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Altstadtflair mit alten Fachwerkhäusern vom Feinsten.

Das Altstadtviertel ist Straßburgs malerischster Stadtteil. In den Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert lebten und arbeiteten früher Fischer, Müller und Gerber. Den Charme dieser Zeit haben die alten Gebäude bewahrt. Wir schlenderten durch die Gässchen, warfen einen Blick in die kleinen, aber sehr teuren Boutiquen, schnupperten in Käseläden, probierten bunte Macarons und machten schließlich Halt im Paradies für Schleckermäuler und Naschkatzen. Im LA PAUSE BONBON gibt es Süßkram wohin das Auge schaut. Schnell eine Tüte geschnappt und beliebig gefüllt – bezahlt wird am Ende nach Kilogramm. Marshmallows, Colafläschen, saure Äpfel, weiße Gummimäuse und bunte Gummitiere wanderten in unsere Schlecktüte. Mit zwei Riesenbeuteln und einem Strahlen im Gesicht verließen wir erfolgreich den Laden. (Info am Rande: Die erste Tüte wurde auf dem Nachhauseweg bereits genüsslich bis zur Hälfte verputzt.)

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schlaraffenland für Schleckermäuler

Egal ob man rechts oder links läuft, mit dem Touristenstrom schwimmt oder sich eine der etwas ruhigeren Gasse zum Flanieren auswählt, früher oder später landet man immer am Dom. Die gotische Kathedrale bildet das Zentrum der Altstadt und ist nicht zu verfehlen und garantiert auch nicht zu übersehen. 140 Meter hoch ragt das Kunstwerk in die Höhe. Im Inneren der Kathedrale sind vor allem die astronomische Uhr gern gesehene Touristenattraktionen. Mindesten genauso lange, wie die Kirche hoch ist, ist daher die Warteschlange vor dem Eingang. Wir entschieden uns gegen das Schlangestehen und gegen das Kulturprogramm, denn wir hatten nach gut zwei Stunden laufen, Menschen und Stadt gucken ein ganz anderes Ziel: ESSEN. Doch solltet Ihr Euch den Ausblick nicht entgehen lassen wollen, rate ich Euch, kommt ganz früh am Morgen zur Kathedrale. Dann ist die Menschenschlange noch überschaubar.

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Straßburgs Wahrzeichen- Das Liebfrauenmünster

Schwer war es tatsächlich sich bei der Riesenauswahl an Restaurants, Bistros, Patisserien, Gelaterias und Kaffees für eines zu entscheiden. In Straßburg finden sich nahezu in jeder Gasse mindesten fünf Gelegenheiten zum Essen. Natürlich in erster Linie regional, nach elsässischem oder französischem Rezept, aber auch Pizza- und Dönerbuden entdeckten wir einige. Wir entschieden uns schließlich für ein Restaurant mit Biergarten direkt am Kanal und am PLACE BENJAMIN ZIX. Das gesellige Treiben dort und vor allem die vielen Franzosen, die dort aßen und sich angeregt unterhielten, sorgten für eine wunderbare Urlaubsatmosphäre und eine einladende Stimmung. Halb Deutsch, halb Englisch und mit dem vor etwa 17 Jahren einmal gelerntem Französisch bestellten wir schließlich Weinbergschnecken in Kräuterknoblauchsoße mit Weißbrot, original elsässer Käsespätzle mit würzigem Münsterkäse und Schinken und zwei Gläser Wein. Einen Weiß- und einen Rosewein. Es war ein Gedicht!

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Schlemmen nach Elsässer Art!
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Escargots! Ein Genuss.

Den klassischen elsässer TARTE FLAMBEE führte LA CORDE A LINGE leider nicht auf der Speisekarte. Auch wenn es zu unserem Straßburgtag vielleicht schön gewesen wäre, gerade die bekannteste Spezialität der Stadt zu essen, vermisst haben wir es nicht. Das Essen war perfekt, genauso wie wir es uns gewünscht hatten. Zum Nachtisch gab es CREME CARAMEL und TARTE AU CHOCOLAT. Einfach himmlisch! Es war ein perfekter Urlaubstag. Straßburg du hast mein Herz erobert!

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Souriez pour la caméra 🙂 Ein schöner Ausflug geht zu Ende…

Wart ihr auch schon einmal in Straßburg? Welche Restaurants könnt ihr empfehlen? Was sollte man noch in und um Straßburg entdeckt haben? Schreibt mir doch gerne in den Kommentaren.


Dieser Artikel ist nicht werbefinanziert. Die Auswahl der hier genannten Attraktionen und Tipps lag ausschließlich bei mir.

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