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Slow food rocks! – Leckereien auf der KULINART

29. März 2018
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Der Trend geht zu gesundem Essen: am besten Bioqualität, handgemacht, regional, ohne Geschmacksverstärker oder künstliche Zusatzstoffe, von glücklichen Tieren oder am Besten gleich ganz vegan. Glutamat und Fast Food waren gestern, schon seit einer Weile sind Begriffe wie slow food und mindful eating allgegenwärtig. Auf der KULINART, der Stuttgarter Lebensmittel- und Genussmesse mit regionalen Herstellern und Erzeugern aus Deutschland, war dieser Trend mehr als deutlich zu erkennen. Ein Paradies für bewusste Genießer und Freunde des guten und vor allem natürlichen Geschmacks. Klar, dass ich mir als Genussliebhaber diesen Ausflug zum Römerkastell in Bad Cannstatt nicht entgehen ließ.

In Kooperation mit STILIST.

Bewusstes und regionales Essen als Gegenbewegung zum globalisierten Fastfood: Die slow foodBewegung stellt die regionale Küche wieder mehr in den Vordergrund. Durch den Einsatz von heimischen, pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokaler Herstellung erhalten Lebensmittel einen authentischen Charakter. Und den schmeckt man, wie ich auf der KULINART wieder einmal feststellen konnte.

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Zum Beispiel beim Beef Jerky von GRIZZLY SNACKS. Die dünnen Weiderindfleischstreifen aus der Eifel werden mit natürlichen Zutaten mariniert, gewürzt und anschließend in einem speziellen Verfahren langsam luftgetrocknet. Das Trockenfleisch ist frei von Zucker und künstlichem Schnickschnack, eiweißreich und kohlenhydratarm. Und echt lecker! Ein natürlicher Snack für Fleischliebhaber, handverarbeitet und aus Deutschland. Am besten geschmeckt haben mir die Sorten Lemon Ginger (mit Ingwer und Zitronengras) und Cracked Pepper (mit schwarzem Pfeffer und Thymian).

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Und auch im deutschen Umland wird Authentizität bei Lebensmitteln groß geschrieben. Authentisch sizilianische Küche und original italienischen Genuss konnte ich bei MACELLERIA ITALIANA aus der Stuttgarter Markthalle schmecken. Die deutsch-sizilianische Verbindung bietet feine Wurstwaren, Käse und mehr. Zu empfehlen sind hier vor allem die handgemachten Arancini frittierte und gefüllte Reisbällchen, ganz traditionell aus der sizilianischen Küchen und je nach Provinz in konischer Form gebracht.

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Zubereitet werden sie so:

  • Reis wie beim Risotto in Brühe bissfest garen und mit eingeweichten Safranfäden, etwas Butter, Parmesankäse und Ei vermengen.
  • Grobes oder fein gehacktes Fleisch, Erbsen, Tomaten und Zwiebeln anbraten, garen und dann gemeinsam mit der abgekühlten Reismasse in Bällchenform bringen und panieren.
  • Dann 15 Minuten lang in Pflanzenöl frittieren. Am besten schmecken sie, wenn sie noch heiß sind.

 

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Der Genuss steht im Vordergrund: nicht nur bei Verzehr der Nahrung, sondern auch bei deren Herstellung und Verarbeitung. Viele Aussteller legen besonders viel Wert auf Handarbeit und Selbstgemachtes. „Ich rühre die Essenzen selbst zusammen“, sagt Michael von der ROSEBOTTEL Manufaktur, Ulms erste und bisher einzige Limonadenfabrik. Seit 2012 stellt das Team aus verschiedenen natürlichen Essenzen Sirupe her. In der hauseigenen Bar können diese dann entweder pur oder als Filler in verschiedenen Longdrinks verkostet werden. Die Jungs kreieren immer wieder neue, leckere Drinks, mit und ohne Alkohol, bitter, süß, erfrischend oder wärmend. Mir persönlich hat die Ginger Ale Essenz am besten geschmeckt. Mit Sprudelwasser und frischer Bioorange serviert einfach köstlich und mega erfrischend. Ein guter Sommerdrink.

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Auch wenn zuviel Zucker derzeit unter Foodies eher verpönt ist und Alternativen wie Stevia, Agaven- oder Zuckerrübensirup auf dem Vormarsch sind, so wärmt eine gute Süßspeise doch die Seele und tut der Stimmung gut. Zumindest ist das bei mir so. Genieße in Maßen, ist hier meine Devise. Macarons zum niederknien habe ich bei der DUWECK Patisserie entdeckt. Luftig, leichte, farbenfrohe und süße Verführungen direkt aus dem Elsass! Wer diesen widerstehen kann, dem ist das Wort Genuss fremd. Chocolatier Francois Duweck achtet bei der Herstellung streng auf die Auswahl der Rohstoffe und deren Verarbeitung. Eigenkreierte Rezepte, natürlich hergestellt und ganz ohne künstliche Zusatzstoffe ist das Credo des Familienbetriebs. Versucht es, solltet ihr einmal die Möglichkeit dazu haben!

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Der Begriff slow food sagt es ja auch schon. Nehmt Euch mehr Zeit! Nicht nur beim Essen selbst, sondern auch fürs Kochen und für die Inspiration, was neue Zutaten angeht. Für mehr Zeit fürs Kochen sorgt das Konzept von HELLO FRESH aus Berlin, dem Lieferservice für fertige Kochboxen. Dem hektischen Deutschen wird durch das Bestellen der fertigen Kochbox die Zeit im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt erspart. Doch geht dadurch nicht auch der Bezug zum Lebensmittel verloren? Das Besorgen der Zutaten für ein neues Rezept macht es doch gerade spannend und gehört zum Prozess des Entdeckens dazu. Ich war skeptisch. Doch der Lieferservice hat nicht das Ziel mit seinen Kochboxen den wöchentlichen Einkauf zu ersetzen – lerne ich im Gespräch auf der Messe- sondern vor allem für mehr Inspiration und Spaß in der Küche und beim Kochen zu sorgen. Die Zeitersparnis, dadurch dass alle Zutaten bereits geliefert werden, schafft mehr Zeit für das Kochen selbst. Vielleicht ist da was dran? Die fertige Kochbox soll nicht nur zum Selbstkochen verführen, sondern vor allem mehr Bewusstsein für eine gesunde Ernährung und Saisonalität vermittelt. Frische und saisonale Zutaten, mit raffinierten Rezepten aus aller Welt, verspricht HELLO FRESH auch auf seiner Website. So ganz konnte ich meine Skepsis nicht ablegen, aber ich denke ich gebe dem Ansatz eine Chance und werde es einmal ausprobieren.

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Mein Fazit: Besonders schön fand ich es, dass man sehr schnell in Kontakt und ins Gespräch mit den einzelnen Herstellern kommt. Man lernt die verschiedenen Manufakturen persönlich kennen, erfährt viele interessante Hintergründe zu den Herstellungsverfahren und natürlich darf man überall probieren. Dadurch bekommt man zu den Produkten einen ganz anderen Bezug. Und es schmeckt wirklich sehr, sehr gelungen, egal, was man vor Ort versucht. Die Vielfalt an regionalen Produkten und Herstellern hat mich wirklich überrascht. Auch ich habe nun ein, zwei neue Stationen, die ich für besondere Anlässe wieder aufsuchen werde. Ein Besuch auf der KULINART erweitert den Horizont, sorgt für neue Inspiration im Kühlschrank und in der Pfanne und schafft mehr Bewusstsein für etwas, was wir täglich mehrmals tun: Essen.

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Abschließend kann ich sagen: Esst bewusster und mit mehr Genuss! Das kann man sich von der slow food-Bewegung durchaus hinter die Ohren schreiben. Nehmt euch Zeit beim Kochen und bei der Verarbeitung und esst lokal, wo es nur geht und es sich in euren Alltag integrieren lässt. Damit tut man nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern unterstützt auch die regionalen Partner in ihrem Tun. Slow food tut gut, slow food rocks!


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit STIL.IST. Die Auswahl der hier genannten Produkte und Firmen lag ausschließlich bei mir. Dieser Artikel ist nicht werbefinanziert.

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